Bürgerinnen und Bürger, die die Kosten einer Rechtsberatung nicht selbst aufbringen können, haben die Möglichkeit, Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen. So können sich auch Personen mit geringem Einkommen und wenig Vermögen außerhalb eines gerichtlichen Verfahrens rechtlich beraten lassen.

Die Voraussetzungen sind im Wesentlichen: 

  • Sie haben ein geringes Einkommen und wenig Vermögen

    Dies kann z. B. der Fall sein, wenn Ihnen nicht mehr als der Sozialhilfesatz zur Verfügung steht.

  • Eine Rechtsberatung ist notwendig.

    Dies ist beispielsweise nicht der Fall, wenn die Angelegenheit unproblematisch selbst geregelt werden kann. Grundsätzlich ist es erforderlich, dass Sie zunächst selbst versuchen, die Sache mit der Gegenpartei zu klären. Vorhandene Nachweise (z.B. Briefe oder E-Mails) sind dem schriftlichen Antrag auf Beratungshilfe beizufügen bzw. bei Antragstellung vorzulegen.

    Notwendig ist die Rechtsberatung ebenfalls nicht, wenn Ihnen andere zumutbare und kostengünstigere Hilfemöglichkeit zur Verfügung stehen. Dies können z.B. die Schuldnerberatungsstelle, die Verbraucherzentrale oder das Jugendamt sein.
  • Es handelt sich um eine außergerichtliche Angelegenheit.

    Ist schon ein gerichtliches Verfahren anhängig, kann keine Beratungshilfe mehr gewährt werden. In diesem Fall können Sie unter Umständen Prozess- bzw. Verfahrenskostenhilfe in Anspruch nehmen.

  • In der Angelegenheit ist Beratungshilfe bisher weder gewährt noch durch das Gericht versagt worden.

Sind die gesetzlichen Voraussetzungen für die Bewilligung erfüllt, übernimmt die Landeskasse die Vergütung der Rechtsanwältin bzw. des Rechtsanwalts oder einer anderen Beratungsperson (z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rentenberater). Die Rechtsanwältin bzw. der Rechtsanwalt kann von Ihnen zusätzlich einen Betrag von 15,00 € verlangen.

Einen Antrag können Sie direkt beim Amtsgericht (i.d.R. an Ihrem Wohnort) stellen. Dies hat den Vorteil, dass Sie im Fall der Bewilligung den Schein sofort mitnehmen können. Der Antrag kann aber auch über die Rechtsanwältin oder den Rechtsanwalt bzw. über die Beratungsperson gestellt werden.

Stellen Sie den Antrag mündlich beim Amtsgericht, bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

  • gültiger Personalausweis oder Reisepass,
  • Belege über die Angelegenheit (z.B. Schriftwechsel, Vertragsunterlagen, Bescheide),
  • Belege über die finanzielle Situation (z.B. Lohnbescheinigung, Sozialhilfebescheid, Kontoauszüge).

Für einen schriftlichen Antrag ist der Vordruck "Antrag auf Beratungshilfe" externer Link, öffnet neues Browserfenster / neuen Browser-Tab zu verwenden, die oben genannten Belege sind ebenfalls beizufügen.

Weiterführende Informationen

Fragezeichen und Paragrafen Quelle: Amtsgericht Dorsten

 

Informationen zu angrenzenden Gebieten sowie weitere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:

Vielfach bestehen andere Möglichkeiten der Rechtsinformation, die Ihnen kostenfrei oder gegen ein geringes Entgelt zur Verfügung stehen. Eventuell haben Sie bereits durch die bestehende Mitgliedschaft in einem Verein (beispielsweise Mieterverein) die Möglichkeit einer (vereinsinternen) Beratung. Zudem sollten Sie auch in das spezielle Informationsangebot zu den jeweiligen Abteilungen des Amtsgericht Dorsten einen Blick werfen. Dort finden Sie zu verschiedenen Themengebieten weitere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie Broschüren.

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der unverbindlichen Auswahl wird keine Gewähr übernommen.

  • Verbraucherschutz Externer Link
    Informationen im Justizportal des Landes Nordrhein-Westfalen zu verschiedenen Themen des Verbraucherschutzes wie Allgemeine Geschäftsbedingungen, Bankgeschäfte, Widerrufs- und Rückgaberechte bei Verbraucherverträgen, Information zum Europäischen Verbraucherzentrum, Reiserecht, Gewährleistungsrechte beim Kauf

  • Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Externer Link
    Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berät zu verschiedenen Verbraucherthemen. Im Internetauftritt stehen Musterbriefe, Infos oder Marktübersichten als Download zur Verfügung. Die Beratungsstelle Dorsten Externer Link der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen finden Sie im Südwall-Center unter der Anschrift Julius-Ambrunn-Straße 10, 46282 Dorsten. Dort bietet die Verbraucherzentrale eine persönliche Beratung (Entgelte je nach Thema und Beratungsumfang) an.

  • Schuldner- und Insolvenzberatung der Stadt Dorsten Externer Link
    Hier finden Sie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Schuldner- und Insolvenzberatung bei der Stadt Dorsten, Die Schuldnerberatungsstelle berät und hilft Familien, die infolge von Überschuldung in wirtschaftliche Not geraten sind, ihre Lebensverhältnisse wieder zu ordnen. Die Beratungsstelle nimmt Kontakt mit den Gläubigerinnen und Gläubigern auf, um die Höhe der Forderungen festzustellen und überlegt mit den verschuldeten Menschen, wie die Schulden (wenigstens teilweise) bezahlt werden können.

  • Klicksafe Externer Link - Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz
    Die Website www.klicksafe.de ist Bestandteil des Safer Internet Programms der Europäischen Union. In Deutschland ist die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Landesanstalt für Medien (LfM) Nordrhein-Westfalen mit der Umsetzung beauftragt. Internetnutzerinnen und -nutzern wird auf diesen Seiten die kompetente und kritische Nutzung von Internet und Neuen Medien vermittelt, um sich beispielsweise vor Abzocke im Internet zu schützen.

  • Surfer haben Rechte Externer Link - Verbraucherrechte in der digitalen Welt
    Besser verstehen, was online passiert. Besser wissen, was Anbieter und Nutzer dürfen.
    Am 01. Januar 2009 ist das Projekt „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ der Verbraucherzentrale Bundesverbandes gestartet. Ziel ist, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu befähigen, sich sicher im Internet zu bewegen und aktiv zu partizipieren. Hierfür sind eine Aufklärungs- und Informationskampagne sowie die rechtliche Überprüfung von Internetangeboten und Internetportalen geplant. Zudem finden Sie dort auch Checklisten und Musterbriefe.

  • Vorsicht im Netz Externer Link
    Informationen des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland
    Anbieterinnen und Verbraucher müssen im Internet genauso wachsam sein wie im wirklichen Leben. Unter diesem Motto steht die Informationskampagne des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland über Abo-Fallen im Internet. Verbraucherinnen und Verbraucher werden umfassend informiert, damit sie die Tricksereien erkennen und nicht mehr darauf reinfallen. Zudem erhalten diejenigen, die bereits in eine Abo-Falle getappt sind, Hilfestellungen, wie sie ihre Rechte gegenüber den Anbieterinnen und Anbietern selbst wahrnehmen können.

  • Mobilsicher Externer Link
    Das Infoportal für mehr Sicherheit auf Smartphone und Tablet
    mobilsicher.de wird gefördert vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und betrieben vom gemeinnützigen iRights e.V.